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Seit noch nicht allzu langer Zeit gibt es auf unserer Homepage die Kategorie Projekte. Dort wird versucht die musikalischen Umtriebe unserer Bandmitglieder kurz zu portraitieren porträtieren.

Während der Sommermonate hat sich einiges angestaut und so darf ich nun gleich drei Aktivitäten dokumentieren. Beginnen tu’ ich mit einem Veranstaltungshinweis.

Projekt 1:

Die Zwischenklänge 2010 im Brauhas Martinerhof in St. Martin im Passeiertal versteht sich als Werkstatt für Sängerinnen und Musikanten und feiert dieses Jahr sein 5-jähriges Bestehen. Vermittelt wird kreatives Singen und musizieren in verschiedenen Stilrichtungen (ohne Noten!) und natürlich jede Menge Spaß. Dafür bürgt nicht zuletzt auch die erfrischend – unkonventionelle Wahl an praxiserprobten Dozenten. Es sind dies :

Martl Resch (Saxmartl) : Saxophon, Keyboard Improvisation
Reinhilde Gamper: Zither, Jazzgesang
Michl Gumpold: Trompete
Barbara Palfrader: Violine
Markus Prieth (Opas Diandl): Jodeln, Raffele
und nicht zuletzt Florian Gasser (tiddnband): Steirische, Posaune

Anmelden kann man sich noch bis 30. Oktober. Alle Anmeldedetails kann man der *.pdf entnehmen die ich hier verlinkt hab’.

Projekt 2 :

Um “a gscheids” Bild von Projekt #2 zu erhalten musste ich meine bis dato *hust* unerreichten *husthust* Bildbearbeitungskünste bemühen ;)

Bei der diesjährigen Fluch der Karibik Party im Schwimmbad Klausen gab es eine flotte Mitternachtseinlage mit bunten Lichteffekten, 2 Drumsets und wuchtigen Drum ‘n’ Bass. Neben Christian Miglioranza (Michlangl), dessen Abbild ich mich hier kurzerhand bemächtigt habe, durfte auch unser Hannes die Sticks schwingen und die Hüftgelenke des Publikums in Wallung bringen.

Projekt 3 :


Projekt #3 ist eine im Referat Volksmusik erschienene Doppel CD. Diese erschien zum 70-jährigen Jubiläum des Musikwissenschaftlers Alfred Quellmalz und anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Referates Volksmusik. Mit dabei natürlich auch die Steinegger Klarinettenmusig bei der ich 2007, als die Aufnahme entstand noch tätig war.

In dem grafisch-elegant gestalteten Booklet das bestückt ist mit zahlreichen Orginalaufnahmen befinden sich 2 CD’s mit je 30 Aufnahmen aus der Quellmalzsammlung (1940 – 1942) und 30 Aufnahmen der selben Stücke aus den Jahren 2007 und 2008. Damit man sich das besser vorstellen kann gibt es auf youtube bereits ein kleines Werbevideo:

Schein und Sein – eine Kritik am Grand Prix der Volksmusik

Es wundert mich Jahr für Jahr mit welcher Dreistigkeit sich der Grand Prix der Volksmusik im öffentlich – rechtlichen Fernsehn hält. Ein Format hinter dem ganz offensichtlich eine verkaufsinterressierte Industrie steckt darf einmal jährlich – finanziert mit öffentlichen Geldern – eine mehr als zwei stündige Werbesendung in den Äther schicken. Dabei ist die Qualität des Dargebotenen ebenso wie die Absicht der Sendung mehr als fragwürdig.

Beginnen möchte ich beim Titel der Sendung: “Grand Prix der Volksmusik“. Weder die Musik, noch der recht eigenwillige Kleidungsstil der Interpreten und Moderatoren hat mit Tradition, Kultur, oder Volksmusik zu tun. Die Musik ist ebenso wie die Kleidung und die gesamte Darbietung stark geprägt von Klischees die lediglich versuchen die traditionelle Substanz nachzuahmen. Sprachliche Vielfalt, wie man sie von der Herkunft der Interpreten erwarten könnte ist fehl am Platz. Sonst würden beispielsweise die Lieder in der orginären Mundart der jewiligen Interpreten vorgetragen. Doch Schweizer, Österreicher und Südtiroler Bewerber singen auf Hochdeutsch. Der Umsatz soll schließlich nicht unter sprachlicher Exotik leiden. Der Grand Prix ist ein in sich geschlossenes System, das sich längst von jeglicher Tradition entfernt hat. Tradition ohne Kitsch lässt sich eben nur schwer verkaufen.

Die meisten Zuschauer kennen den Unterschied zwischen echter Volksmusik, volkstümlicher Musik und volkstümlichen Schlager nicht. Das hat vor allem mediale und regionale Ursachen. Ein Großteil der Zuhörerschaft ist nie mit angestammter Volkskultur in Kontakt getreten und kann deshalb nicht zwischen Volksmusik und medial aufgepushtem Kitsch unterscheiden. Jenseits des Weißwurstäquators gibt es keine traditionelle Volksmusik mehr. Dort wo man hingegen um eine Volkskultur weiß kann man den Grand Prix nur als widerwertige Persiflage ablehnen.

Der Begriff Volksmusik ist natürlich absichtlich gewählt, impliziert er doch Volksverbundenheit. Ebenso suggeriert die Phantasietracht – wie sie auch so mancher Politiker hierzulande trägt – Heimatverbundenheit und Naturnähe. Das passt natürlich in das Selbstverständis des Grand Prix.

In den offiziellen Teilanhmebedingungen hört sich das Ganze schon weniger realitätsfern an. Dort trägt der Wettbewerb nämlich den Untertitel “Wettbewerb für den volkstümlichen Schlager“.

Im Konzept der Sendung findet man allerhand Widersprüche die eigentlich nur dann Sinn ergeben wenn man den Grand Prix als Organisation versteht die Geld verdient indem sie ihr Publikum mit banalsten Mitteln täuscht. Meine Mutter stimmt beispielsweise nicht mehr ab seit sie weiß, dass “de do net amol richtig singen”.

Beim Grand Prix stehen offensichtlich die Interpreten/Musiker/Sänger im Vordergrund: sie gewinnen im Fernsehn den Bergkristall und bei der Abstimmung wählt man ebenfalls den Interpreten nicht den Komponisten. Jedoch ist der Grand Prix der Volksmusik -zumindest auf dem Papier- ein Wettbewerb für Komponisten und Autoren:

Der «Grand Prix der Volksmusik 2010» ist ein Länderwettbewerb der Autoren & Komponisten für den volkstümlichen Schlager, welcher gemeinsam von den Arbeitsgemeinschaften der teilnehmenden Länder organisiert wird. (Quelle)

Die gesamte Sendung läuft im Vollplayback jedoch wäre laut Vertrag auch Halbplayback möglich. Entweder wollen die Interpreten nicht singen oder sie trau’n sich nicht.

Um die musikalische Vielfalt und die Bewegungsfreiheit der Interpreten zu gewährleisten, ist es ihnen freigestellt, ob sie im Halb- oder Vollplayback-Verfahren auftreten wollen. (Quelle)

Schon vor 21 Jahren, als Stefan Mross den Grand Prix gewann war sein Playback nicht von ihm eingespielt sondern von einem belgischen Studiotrompeter. Seitdem hat sich technisch einiges getan und so sind mittlerweile nicht einmal mehr Sudiomusiker von Nöten. Der Volksmusik begeisterte Zuhörer ist in den Augen der Unterhaltungsmaschinerie offenbar derart anspruchslos, degeneriert, senil und inkompetent, dass mittlerweile ganze CD’s bis auf die Stimme des Sängers am Computer gemodelt wurden. Negativbeispiel hierfür sind einige jüngere Aufnahmen der Gruppe Bergfeuer.

Für wie dumm das Publikum verkauft wird sieht man auch daran, dass man sich nicht mal die Mühe macht und bei “Live”-Auftritten Mikrophone/Kabel zu den Instrumenten hinstellt. Man möchte meinen das Publikum merkt spätestens jetzt, dass das alles Vollplayback ist. Das ist jedoch nicht der Fall, wie sich in zahlreichen Gespächen herausgestellt hat.

Dieses Paradoxon muss ich vielleicht nochmal zusammenfassen, damit man das Ausmaß besser versteht: die Musiker schreiben ihre Lieder meist nicht selber, sie spielen nicht das Instrument das auf dem Playback zu hören ist (Ausnahme: die Stimme) und obwohl es sich um einen Wettbewerb für Autoren und Komponisten handelt erhalten sie vor der Kamera den begehrten Bergkristall. Alles was ein Interpret dann geleistet hat war seine Lippen oder Finger synchron zum Playback zu bewegen.

Hörproben von einer gemodelten Trompete und einem Saxophon kann man sich hier anhören. Was in Echtzeit heute schon mit virtuellen Instrumenten möglich ist zeigt folgendes Video. Es handelt sich um ein AKAI EWI der eine gemodelte Trompete ansteuert.

Das Problem dabei: anders als bei Genfood ist eine Kennzeichnung hier nicht Pflicht wer wirklich spielt oder ob die ganze Aufnahme mit Computer erstellt wurde bleibt i.d.R. unbekannt.

In Südtirol ist für CD Einspielungen vor allem Musikgenie Robert Neumair und Groovemaschine Hannes Walder sehr gefragt. Einfach mal von Volxrock die CD “Volxrock” mit “…weil’s sein muss” vergleichen und raten auf welcher Robert (Steirische, Trompete, …) und Hannes (Drums) spielen. Man kann davon ausgehen, dass diese Aufnahmepraxis die Regel und nicht die Ausnahme ist und das nicht nur im Volkstümlichen Schlager, sondern im gesamten Popbereich.

Manchmal ist selbst der Schein zu viel Aufwand. Oft sieht man auch Musiker, die Ihr Instrument komplett nicht beherrschen oder einfach das Playback nicht gelernt haben. So geschehen beim Südtiroler Grand Prix Vorentscheid 2009 (Patrik und seine Freunde) als unser Florian auf der Bühne Tenorsax spielen durfte, obwohl er das eigentlich gar nicht kann, oder beim Südtiroler Grand Prix Vorentscheid 2006 (Hopfnmusig mit Marion) als Felix mit einem E-Bass die Bühne betrat obwohl er eigentlich Tuba spielt.

Auch wird so manches chromatisches Akkordeon (Klaviertasten) mit einer steirischen Harmonika (Knöpfen) ausgetauscht. Weil’s einfach uriger aussieht. Der Klang und die spielerischen Möglichkeiten sind jedoch andere und manchmal hört man das auf der Aufnahme.

Dass neben dem jeweiligen Logo des übertragenden Senders dann LIVE steht hat angesichts dieser Tatsachen schon real-satirischen Charakter.

Was Frau Breitenberger unter “hervorragender Werbung“ und “einen wertvollen Dienst“ für Südtirol versteht sieht im Fernsehn dann u.a. so aus : “Sooo schön ist Volksmusik”


Zugegeben: zu Beginn ist das Video nicht ganz synchron und ruckelt ein wenig, aber … ab 0:30 aber nicht mehr. Und da geht’s los. Wer sich das Video direkt von der Quelle laden will kann das in der ORF tvthek machen. Einfach nach “Grand Prix” suchen.

0:33 hoppla, zu früh eingesetzt !
0:41 laut Playback müsste der Klarinettist einsetzen. Er zieht es vor das erst gegen
0:45 zu machen. Als er einsetzt vergisst er dann seine Finger zu bewegen.
0:47 der erste Kracher (Maja Brunner) und zugleich Höhepunkt … plärrn kannt i!
1:11 der Klarinettist gibt alles, ist aber auf der Aufnahme nicht zu hören.
1:12 die Kamera schwenkt ins Publikum, weil der Kanidat der diesen Part singen sollte offensichtlich fehlt, aber auf dem Playback ist er drauf.
1:30 Kamerafehler … kann passieren is ja Live.
1:45 Oswald Sattler singt laut Lippenbewegung “drum vielem [sic!] Dank dafür”. Das lustige daran : Wenn ich die Augen schließe höre ich ein “n” folge ich seinen Lippen höre ich ein “m”. Probiert’s selbst aus ;)
2:05 beide Ladiner singen. Hören kann man aber nur einen.
2:19 Belsy verpatzt vor lauter klatschen den Playback Einsatz.

9 Fehler in < 2 Minuten an denen man eindeutig erkennt, dass es sich um Vollplayback handelt und das von der Elite des volkstümlichen Schlagers. Wenn die etwas können müssten, dann doch Playback singen möchte man meinen. Die Sendung dauerte übrigens mehr als zwei Stunden. Vielleicht mag ja jemand eine Hochrechnung anstellen.

Macht nichts … nächstes Jahr kommt sicher wieder ein Grand Prix auf uns zu … und der wird garantiert nicht qualitativ besser.

Die Informationen aus diesem Artikel stammen alle aus persönlichen Beobachtungen und Recherchen der geschätzte Leser darf gern davon ausgehen, dass dies nur die Spitze des Eisberges ist.

Photos online

Jede Menge Eindrücke von unserem Gig auf dem Meraner Stadtfest ’10 sind nun online. Photograph war diesmal kein geringerer als Tausendsassa Harry Reich.

Airbagpromo v2.o

Immer wenn es Sommer wird pflege ich eine alte Leidenschaft: das Programmieren von Webseiten. Vor 2 Tagen ging airbagpromo.com online. Mein bisher größtes und aufwendigstes Projekt.

Airbagpromo.com ist ein nicht auf Gewinn ausgerichtetes Projekt. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und ohne Entlohnung. Airbagpromo.com versteht sich als Unterstützung für die Musikszene Südtirols, supportet Events und verbreitet auf seiner Homepage täglich Neuigkeiten über Südtiroler Bands, Konzerte und CD-Veröffentlichungen.

Die Seite entstand in Zusammenarbeit mit Eva Reichegger.

Also: Airbagpromo.com anklicken und ein kleines Stück pinke Südtiroler Kulturgeschichte auf den Rechner laden.

Fluch der Karibik

The only difference between men and boys is the cost of their toys.

Tief Luft und weit aus holen …

Ein Jahr nach unserer Bandgründung kamen vermehrt Anfragen von Veranstaltungen bei denen es aufgrund deren Größe nicht mehr möglich war unserem Motto “ohne Strom” (das übrigens auch noch auf unseren ersten Visitenkarten abgebildet ist) treu zu bleiben. Wir beschlossen eine PA zu kaufen.

Vier Jahre lang sind wir unseren Yamaha MSR System treu geblieben. Wenn ich daran denke wieviel Alkohol wieviele Getränke auf unseren Subs verschüttet wurden … Bei einem Auftritt im Klausner Schwimmbad ist einer unsrer Satelliten unfreiwillig auf Tauchstation gegangen was einen Kurzschluss zufolge hatte, der im ganzen Areal die Lichter ausgehen ließ und Much hat seine erste große Liebe auf der MSR kennen gelernt ;)

Klingt wie ein Nachruf. Isses auch. Denn HEUTE durften wir dank der freundlichen Unterstützung und Beratung von Albert Rieder (Musik Walter) eine Kompakt-Anlage der Oberklasse testen. Sprich einen Teil der FOHHN Xperience und Linea Serie.

Das Klangerlebnis war beeindruckend : ein riesiges Stereofeld dank 140 Grad Abstrahlwinkel, eine dynamische Bandbreite, die wir so noch nicht kannten und die Erkenntnis, dass wir ab jetzt dynamischer und besser spielen müssen, da man wirklich jeden Patzer hört. All dies hat uns dazu bewogen ordentlich in die Zukunft zu investieren und das Baby zu kaufen.

Unseren ersten Auftritt mit der Anlage haben wir schon morgen und übermorgen am Bodensee und am 5. August beim Val Badia Jazzfestival.

Der 5. August des Val Badia Jazzfestivals wird übrigens nicht nur wegen PA ein Erlebnis für uns – und hoffentlich auch für euch – werden … wir spielen dort nämlich einen Teil unseres Konzertes endlich wieder mal mit Megaphon und unverstärkt … Street eben. Und wir haben die einmalige Gelegenheit mit der TIGER DIXIE BAND zu jammen …

Juhuu, Weihnachten im Juli oder so ähnlich !

Photos von unserer kleinen Session sind übrigens auch schon online.

PTK in der usc di ladins

La usc di ladins , die Stimme der LadinerInnen ist eine ladinische Wochenzeitung. In der Ausgabe vom 12. Juni findet sich darin ein kleiner Artikel der uns soeben per Email erreicht hat. Es ist die Geburtstagsfeier von Ivo, Giorgio und Valentin auf der wir spielen durften. Auch wenn man des Ladinischen nicht mächtig ist versteht man worum’s geht. Intressant in dem Artikel ist auch, dass die Metropole Steinegg eine ladinische Bezeichnung (Stanecia) hat Stanecia auch eine deutsche Bezeichnung (Steinegg) hat. Hamma wieder was gelernt.




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