
Zeitgenössische Kunst und Musik wird generell sehr oft falsch verstanden, weil sich ein Werk nicht von selbst erklärt. Meist verbirgt sich hinter dem Ausstellungsstück, oder einer Komposition eine theoretische Abhandlung, mit dem Ziel eine Art Interpretationsansatz zu geben. Das Problem hierbei ist, dass das Blickfeld des “normalen” Betrachters nicht soweit reicht. Wer liest schon an die 200 Seiten Theorie – Schnickschnack nur um sich Stockhausens Kreuzspiel anzuhören ?
Spätestens jedoch, wenn man Kritik am Werk übt ist es unumgänglich sich auch auf diese Weise damit auseinanderzusetzen. Um überhaupt ernst genommen zu werden und um sachlich zu bleiben.
Der “Frosch des Anstoßes” zeigt momentan wieviele Kunstkritiker wir im Land haben. Fast eben so viele wie Fussballtrainer
Alle kriechen sie aus ihren Löchern : Pseudo Moralapostel, Rechtspopulisten, möchtegern – Kunsthistoriker und derer Gleichen.
Die Union hat eigens dafuer ihren Experten fuer Zeitgenössische Kunst beauftragt das Werk unter die Lupe zu nehmen. Herr Pöder kommt nach tiefgehender, wissenschaftlicher Recherche in seinem Pamphlet zum Schluss : “Dieses Werk ist reine Blasphemie und gehört aus dem Museum verbannt. Nicht alles, was irgendein Künstlergehirn ausspuckt ist auch Kunst. Manchmal sind künstlerische Ergüsse einfach nur Mist. Und der gekreuzigte Frosch gehört in diese Kategorie.”
Na und auch beim Durnwalder merkt man, dass Wahlkampf ist : “Das ist einfach eine Respekt- und Geschmacklosigkeit. Da muss einer nicht ganz holla im Kopf sein, um so etwas zu machen.”
Besser hätt’s ein Adorno in der Musik oder ein Hartlaub in der Kunst auch nicht sagen können
Ein Priester der seine Ministranten sexuell nötigt oder eine ganze Sammlung Kinderpornos auf seinem PC besitzt hat in der Vergangenheit weniger “christliche” Empörung ausgelöst als ein missverstandener Frosch am Kreuz … verkehrte Welt. Auch das Klo, das die Mameli – Hymmne blubbert erreichte nicht annähernd diese Popularität.
Absurd ist auch der vielzitierte Vergleich mit den Mohammed Karikaturen. “Wenn wir Südtiroler nur halb so viel Schneid hätten wie die Islamisten … ” wird beispielsweise von der Süd-Tiroler Freiheit propagiert. Ich halte diese Aussage fuer sehr bedenklich, denn man sollte nicht vergessen, dass islamistische Fundamentalisten u.a. auch fuer den 11. September verantwortlich sind und auch in Folge der Karikaturen gab es Morddrohungen die auch umgesetzt wurden. Verlangt die Süd-Tiroler Freiheit von mir als Südtiroler mit Schneid ich solle den Frosch sprengen ? Oder Ich solle Morddrohungen verschicken ?
In einer Großstadt wäre der Frosch sicherlich nicht mal aufgefallen. Aber daran sieht man auch : Die Provinz braucht den Frosch und der Frosch braucht die Provinz. Endlich wird wieder über Kunst diskutiert. Zwar ist da viel Halbwissen mit im Spiel, aber was soll’s … das ist die beste Werbung für’s Museion. So gesehen hat sich das Teil jetzt schon bezahlt gemacht.








hosch du zuefällig is konzept von dem kunstwerk?
i hon lougisch nichts mitgekrieg von dem gonzn und mi intreßieret, wos do abgeat,
und vor ollem intreßiert mi des kunstwerk.
gruß simon
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Laut Museion isch de Skulptur autobiografisch
zu verstian. Do hosch auf jedn foll wos verpaßt,
wenn vom berühmteschten Frosch Südtirols nix mitkriagsch
I schick dr -wenn i zeit hon- a poor zeitungsartikel per email.
Hon grod a poor aufgekoltn.
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najo es isch schwierig sette sochn mitzukriegn, weil in bozner livestream ziech i mer nit inni und recht viel mehr gibs do im auslond jo nit.
auf olle fälle find is schrecklich, daß leit de nichts verstian sou schreckliche pauschal-urteile ogebn derfn. des erinnert mi grodezua an die udßr unter stalin.
Nicht alles, was irgendein Künstlergehirn außpuckt ist auch Kunst. Manchmal sind künstlerische Ergüße einfach nur Mist. Und der gekreuzigte Frosch gehört in diese Kategorie.”
Sou an außpruch konn men uenfoch nit mochn. i find des schrecklich in wos firre kategorie die offentlichkeit die kunst do steckt. es isch fost sou als kannt jeder a urteil ogeben, der sich derzue imstonde fühlt und der muent er versteaht eppes.
der vergelich mit kreuzspiel isch jo leider sehr sehr treffend. wie viele leit sogn ” na de neue musik, des isch kuen musig”..i find des sou schrecklich. des sein nämlich kunstwerke de ibers normale verständnis außi gien. men mues sich mit de befoßen, damit men wos sogn konn. lei weil man irgendwos nit schien findet konn men decht nit als politker, odr als irgend an ondre person in der öffentlichkeit, sou an boudnlousn lettn vom stapel loßn.
und wenn mer schun derbei sein, mues jo der außpruch “nicht alles was ein politikerhirn auspuckt…” a kemmen. leider gottes isch die kunst in der heintigen gesellschoft weit hinter Wirtschoft, Geld, Politik und Sport zrugggfollen. Sie isch gewißermoßn zu eppes gwortn des men leimer belächelt. laut gesellschoft leben musiker und künstler heint jo schun fost in ner fanastiewelt und hom gor kuene ohnung wos “richtige”orbeit bedeitet.
des mocht mi sehr traurig.