Monthly Archive for December, 2008

Online Jazz Workshop :: Woche 1

Allgemeine Musiklehre : Ein gewisses allgemeines Wissen um die Musiktheorie ist erforderlich um nachfolgende Blog-Einträge zu verstehen. Sollte Nachholbedarf in einem der Punkte bestehen empfehle ich eine Google-Recherche oder noch besser das Buch “Neue Jazz-Harmonielehre” von Frank Sikora (nachfolgend NJHL bezeichnet) :

Instrumental (Sax) : Zu Beginn eines jeden Jazz- Instrumentalstudiums steht wohl das pauken von Skalen und deren Anwendung bei Improvisationen im Vordergrund. Es geht im Wesentlichen darum die selbe Struktur von Intervallen ohne größere Denkpausen in alle 12 Tonarten transponieren zu können, um somit das Tonale Universum Schritt für Schritt zu kartographieren ;) . Das kann manchmal recht mühsam sein, doch da muß man einfach durch.

Begonnen hab ich mit den DUR – Tonarten (Ionische Skala) bis zur 9. Stufe hier am Beispiel von Eb – Dur gezeigt.


Diese Intervallfolge verschiebt man dann in alle weiteren 11 Möglichkeiten : C, Db, D, E, F, F#, G, Ab, A, Bb, B

Natürlich darf da der Akkord passend zur Skala nicht fehlen in unserem Fall ein Eb Δ7(9) :

Ich habe mit Absicht in obenstehenden Beispiel keinen Rhythmus gewählt. Dieser ist frei wählbar. Ich persönlich hab mir dafür 8 Grundmuster zurechtgelegt, die ich vor allem dazu benutze meine Technik zu verfeinern.

Nachdem man diese sicher beherrscht beginnt man damit zu spielen. Hier Liste ich nun ein paar Möglichkeiten, wie solche Variationen aussehen könnten :

  1. Tonleiter ↑ – Dreiklang ↓
  2. Tonleiter ↓ – Dreiklang ↑
  3. Tonleiter in Terzen (1,3,2,4,3,5, …)
  4. Tonleiter in Quarten (1,4,2,5,3,6, …)
  5. Tonleiter in Vierergruppen (1,2,3,4; 2,3,4,5; …)

Im Buch von Jamey Aebersold – Vol. 1 “How to play Jazz and Improvise” gibt es noch weitere Beispiele. Doch das Beste ist man benützt seinen Kopf und denkt sich welche aus. Dabei empfiehlt sich alle Beispiele nicht in absoluten Tonhöhen, sondern in Stufen zu denken.

Was heißt das ?? Nun, im Wesentlichen bestimmt man dabei die Intervalle in Bezug zum Grundton. Eine Durtonleiter würde in Stufen ausgedrückt folgendermaßen aussehen : 1,2,3,4,5,6,7,1.
eine harmonisch Moll – Tonleiter so : 1,2,b3,4,5,b6,7
und eine Lydische Skala so : 1,2,3,#4,5,6,7

# und b wird verwendet um aufzuzeigen, welche Stufen um einen Halbton erhöht bzw. erniedrigt wurden. Mit dieser Denkweise erleichtert man das Transponieren und man bekommt eine klarere Vorstellung welche Wirkung die gespielten Töne in Bezug auf den Grundakkord haben.

Frohe Weihnacht

geschenk Alle Jahre wieder … dieses zwar etwas mit Verspätung wegen der Umstellung auf Wordpress 2.7, aber dennoch eine neue weihnachtliche Transkription “Lasst uns frohoho uhund munter sein” gesetzt für 3 Altsaophone + Bariton – Sax. ( Hörbeispiel )

Es handelt sich hierbei nicht genau um die Version von Saxofour. Ich hab die Taktwechsel und die ganze Rhythmik des Stückes stark vereinfacht, so dass ich es auch mit einen Schülern spielen kann.

Die Komposition wurde von der Klarinettentruppe Steinegg bereits auf diversen Weihnachtsmärkten und Bars der Umgebung mit Erfolg erprobt und auf ihre Schwimmtauglichkeit getestet.

Für alle Pianisten gibt’s eine aufgewärmte Version von Dave Brubecks “Oh Tannenbaum” in unsrer Downloadsektion. ( Hörbeispiel ).
Viel Spaß beim Spielen und Frohe Weihnacht.

Weihnachtsbastelstunde

tannenbaumWebseitenbastlereien in se progress !! Wie ihr seht wird an der Website gerade gewerkelt. Haltet die Augen offen … zu Weihnachten gibt’s wie jedes Jahr wieder eine Überraschung in Form von weihnachtlich – flockiger Transkription. Diesmal hab ich mir die Herren Saxofour vorgenommen mit “Lasst uns frohoho uhund munter sein”. Der österreichische Saxophonwahnsinn gastiert übrigens am Do. 18. Dezember 20:oo Uhr im Treibhaus Innsbruck und am Sa. 20. Dezember um 16:oo Uhr in Lana. Pflichttermin für alle, die sich der Unnützigkeit des Schneeschaufelns bewusst sind.