Monthly Archive for July, 2009

Vorfreude

about-kings-and-queens-cover In ca. zehn Tagen ist es so weit unser Debüt-Album “About Kings and Queens” kommt frisch aus dem Presswerk. Am Samstag (18.Juli) haben wir nun das OK für Master und Booklet gegeben.

Bis hierhin war es ein weiter Weg. Letztes Jahr im August haben wir mit den Aufnahmen im Ansitz der Familie Resch in Steinegg begonnen. Fast ein Jahr hat also der Produktionsweg in Anspruch genommen. Das liegt zum Einen daran, dass wir alle Instrumente, Gesang und Improvisationen getrennt voneinander aufgenommen haben und da auch schon mal aus terminlichen Gründen zwei Monate verstrichen sind bis ein Instrument fertig war. Auch war es extrem schwierig Artikulation, Frasierung, Dynamik, den Energiefluss, der beim Zusammenspiel unweigerlich entsteht mit diesem Aufnahmeverfahren auf CD zu bannen. Was meine ich damit ? Hört euch die eine beliebige LIVE – Aufnahme an z.B. die in unserer Downloadsektion vom Radio Freier Fall (download) und vergleicht diese mit der CD. Zum Anderen haben wir auch deshalb später sehr viel Zeit mit der Nachbearbeitung (Mixen und Mastern) aufgewendet.

hullkurvendesigns

Das war auch nötig, da aufgrund der unterschiedlichen Stilrichtungen schon allein das Schlagzeug zig verschiedene Klangfarben durchmachte. Ein Rock-Schlagzeug darf eben nicht wie ein Jazz-Schlagzeug klingen. Gute zwei Tage haben wir allein darauf verwendet die Resonanzen des Aufnahmeraumes zu berechnen und zu filtern. Der Tuba-Sound war ebenfalls eine Herausforderung. Wir haben bei den Aufnahmen größtenteils das AKG C3000 verwendeten das aber allgemein Blasinstrumente in den Obertönen etwas verfälscht hat. Insgesamt war das Mastering nach vier Durchläufen abgeschlossen. Zig Stunden haben wir zusammen mit Hüllkurven-Akrobat Thomas Winkler im “Studio on the Rocks” in Barbian verbracht damit ein Blasinstrument klingt wie es klingt. In ihm haben wir einen Verbündeten für die gute Sache gefunden. Das Mixen von Blasinstrumenten ist aufgrund der sehr nahe liegenden Frequenzspektren immer wieder eine Herausforderung.

Und nun ? Nun isses fettisch, unser Debüt, unser Baby. Auf unserem Album finden sich vierzehn Titel in bekannter Pamstiddn Manier, darunter zwei Eigenkompositionen : “Pamela from Africa” – Resch und “Pizza Bossa” – Psenner. Rock, Swing, Pop, Latin, Hip Hop … alles mit dabei und selbstverfreilich mit einer gehörigen Portion an musikalischen Zitaten und Schmäh beladen. Ich erwisch mich selbst nach zig Hördurchgängen noch dabei wie ich im Auto bei manchen Stellen immer wieder zurückspulen muss, weil … hört am besten einfach selbst :) Wir haben beschlossen die CD für 10 Euro an den Mann zu bringen. Käuflich erwerben kann man sie bei den restlichen Konzerten unsrer Sommertour.

Ach ja, noch was … hört euch die CD unbedingt in Stereo. Wir verwenden ein relativ weites Stereo Spektrum, weshalb ihr bei manchen Stücken mit nur einem Lautsprecher auch nur die Hälfte hören werdet, da sich manchmal Trompete und Posaune links befinden und die Reeds rechts usw.

visitenkarte

Im Zuge der CD-Produktion war es auch an der Zeit neue Plakate und Visitenkarten zu drucken. Unsre alten waren nämlich alle. Das Design wurde hierbei der CD angepasst. Fehlt eigentlich nur noch die Homepage – Neugestaltung. Aber das dauert noch ein bisschen ich verrat euch später warum.

Fundstück der Woche (28)

winkler_bk_griesDiesen Mittwoch hatte ich zusammen mit Herrn Winkler die ehrenvolle Aufgabe unserer CD was das Mixen anbelangt den letzten Schliff zu geben. Die Sitzung dauerte von 9:00 Morgens bis spät in die Nacht.

Natürlich redet man in dieser Zeit über Allerhand … und irgendwie, zwischen der vierten und fünften Bottel Augustiner Edelstoff müssen wir dann wohl auf das Thema Blastbeat gekommen sein. Er müsse mir da was zeigen …

Er spielte mir einen Live Mitschnitt von der Bürgerkapelle Gries aus dem Jahre 2008 vor. “Purple Drums” nennt sich das Teil. Eine Komposition von Norbert Rabanser, der übrigens damals in Unterinn mit im Publikum saß. Die Schlagzeugimprovisationen in den Zwischenteilen sind dabei natürlich nicht ausgeschrieben.

Die ersten 4 Minuten musste ich schon leicht grinsen, denn Doublebass wird nicht alle Tage in einer Blaskapelle verwendet. Nur mehr Lachen und den Kopf schütteln -”des gibs net!”- war dann so um Minute 6 angesagt: DER BLASTBEAT !! … genial ;)

Die Datei gibt’s unter folgendem Link zum Download : BK Gries feat. Thomas Winkler – Purple Drums.mp3 [18MB] aufgenommen von Sound Ing. Angie.