Monthly Archive for March, 2010

… am besten verbieten

vorausgeschickt_dolomiten_24.11.2010

Stephan Pfeifhofer (hof) ist Redakteur bei der Tageszeitung Dolomiten und parallel dazu Hobby-Visionär und Gesellschaftskritiker. Seine Lösungsansätze und Überlegungen sind pragmatisch und an sprachlicher Kompaktheit kaum zu überbieten. (Bild zum Vergrößern anklicken)

In der Ausgabe der Tageszeitung Dolomiten vom 24.03.2010 schafft er es doch tatsächlich auf der Titelseite, in einer 159 Worte fassenden Sprechblase einen Weg aufzuzeigen, wie man Essstörungen (genauer wäre Anorexie und Bulimie) ein für alle Mal aus der Welt schaffen könnte :

[...] Die EU oder zumindest ihre Mitgliedstaaten könnten dem einen Riegel vorschieben – indem sie für Models einen Body-Mass-Index vorschreiben oder sonstwie ein zu geringes Gewicht verbieten.

[...] Die Vorteile lägen auf der Hand: Die falschen Vorbilder würden von der Flimmerkiste verschwinden, der Reiz der Nachahmung wäre endlich weg und die öffentliche Hand könnte sich die Ausgaben dafür sparen, gar einige Patienten mit Essstörungen versorgen zu müssen.

Tja, da hat sich endlich mal jemand mit gesundem Menschenverstand an das Thema heran gewagt. Sooo einfach ist das nämlich. 8O Man verbietet Untergewicht und schon müssen wir uns keine essgestörten Elendsgestalten mehr ansehen.

Inspiriert von Stephan sind mir da gleich noch ein paar Ideen gekommen was man für eine bessere Welt noch alles verbieten könnte :

  • Fast Food und Cola – dann gäbe es kein Übergewicht
  • Verbrennungsmotoren und Kühe – dann gäbe es kein Ozon
  • Werbung – dann gäbe es keine Meinungsmache
  • Atome – dann gäbe es keinen Atommüll
  • Füchse – dann gäbe es keine Tollwut
  • vom aussterben bedrohte Tierarten – dann gäbe es keine bedrohte Tierarten und weniger von bedrohten Tierarten getötete Menschen ;)

Fundstück der Woche (36)

Hinter den Bergen – Eine Heimatkunde von Lois Hechenblaikner ist mehr als ein Bildband in dem Fotos von Skigebieten früher und heute gegenübergestellt werden. In düsteren Bildkompositionen, die wohl ein Alptraum für die Herren der SMG sein dürften bezieht Hechenblaikner provokativ und kritisch, aber auch humorvoll Stellung zum Massentourismus in den Alpen, speziell in Tirol.

Folgendes ist ein Auszug aus dem Buch. Die Bilder sind im Buch auf jeder Doppelseite gegenübergestellt. Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken. Ein genauer Blick lohnt sich sonst übersieht man gar den Schriftzug “Zucht bringt Frucht” in einem der Bilder ;)

Weitere Schmankerln unter anderem von Hansi Hinterseher gibt’s in jeder Buchhandlung.

Guča

Forget Glastonbury, Reading, Burning Man and Coachella: the wildest music festival on earth is a cacophonic and crazy brass band festival that takes place every summer in the tiny Serbian town of Guča in the western region of Dragačevo. I didn’t know you could play trumpet that way.
(Miles Davis)

Man braucht nicht weit fahren dann klingt Volksmusik anders. Schon hinter’m Brenner sind Unterschiede in der Phrasierung zu hören. Macht man sich die Mühe und fährt im Zeitraum vom 13. bis 22. August nach Guča (Serbien) dann kommt das schon einem Kulturschock gleich ;)

Guča, ein kleines Dorf in Serbien und das gleichnamige Trompetenfestival ist mit 500.000 Besuchern im Jahre 2009 die größte Brass Veranstaltung in Europa. Gespielt wird vornehmlich Roma – und Balkan – Volksmusik. Die häufige Verwendung ungerader Taktarten, kunstvolle Melismen wie wir sie aus dem arabischen Raum kennen und eine Vorliebe für den phrygischen-Modus kennzeichnen diese Musik. Das Ganze hört sich dann so an :

Ein Studienkollege aus Serbien mit dem ich neulich darüber gesprochen habe hat mir ein paar Stichworte genannt mit Hilfe derer man auf youtube fündig wird : Orkestar Bobana Markovica, Guča Trubači, Feriz Mustafov. CD Aufnahmen gibt es leider kaum, bzw. sind diese nur schwer zu finden.

Einflüsse dieser Musik findet man inzwischen auch überall im Popbereich … und demnächst auch bei uns.

Photos online

Hoppla! Ich sollte meinen Posteingang wohl genauer kontrollieren. Seit langem liegen dort nämlich schon ein paar Impressionen von der Jubiläumsfeier der Faschingsgilde Welsberg. Seit 30 Jahren ist Welsberg südtirol weit die Hochburg des Faschings und unser Hansi hat sich dafür auch in Schale geworfen. Mehr Fotos gibt’s hier. Ein besonderer Dank geht an Günther, der uns die Fotos zugesandt hat.

Pamstiddn-Kings-007

June Niesein

Man hat ihm bereits im drummer’s focus in München die Frage gestellt in welcher, oder ob er überhaupt in einer Band mitwirkt, weil er angeblich so leise spiele. Bei uns muss er sich nämlich vor allem bei unverstärkten Gigs etwas zurückhalten. Um dem Abhilfe zu schaffen hat sich Hannes eine Rockband gesucht und ist fündig geworden.

Es war damals am 9. Februar im Raiffeisensaal in Terlan. Dort fand am Abend die 2. Vorrunde des International Live Award statt. Unter anderem waren an diesem Abend June Niesein dabei. Ein Projekt bei dem unser Drummer Hannes mitwirkt und das sich der Rest von PTK nicht entgehen hat lassen. June Niesein rockt und dazu gehört eben auch der Stinkefinger in Richtung Jury und, daß man den Techniker Wasser für den Drummer holen schickt ;) Wir haben uns prächtig unterhalten.

Nun gibt es am 13. März einen weiteren Termin im Ufo Bruneck. Dort findet die “Para Noise Radio Show” statt. Eintritt frei ! Alles weitere könnt ihr dem abgebildeten Flyer entnehmen.

para_noise_radio_show_k

Der stol.it Bug

stol.itbugWegen eines vorhergehenden Artikels habe ich mich auf http://epaper.stol.it/ registriert um mir den Ausschnitt der Zeitung für den Blogeintrag zu holen.

Ich interressierte mich für die Software, die so einem online-Angebot zugrunde liegt und checkte deshalb den Quellcode der Seite kurz durch. Dabei fiel mir die Verwendung von *.opf Dateien auf mit relativen Pfadangaben. Diese kannte ich noch nicht. Wie sich nach etwas Recherche herausstellen sollte ist OPF ein offener Standard für e-Papers im XML Format. Diese Dateien sind öffentlich und ohne Registrierung zugänglich.

Bei genauerem Hinsehen konnte ich feststellen, dass der Dienst sehr schlampig programmiert ist. Die Zeitung liegt offen und ungeschützt im Netz. 108 Euro zahlt ein normaler User dafür im Jahr und bekommt für sein Geld “nur” ein 7 Tage Archiv (laut Angaben auf stol.it). Online decken die Zeitungen aber ein Zeitfenster von mehr als einem Jahr ab.

Durch austauschen der Datumszahlen in der URL kann man alle Dolomiten-Ausgaben durchforsten. Da die Verzeichnisse nicht geschützt sind funktioniert das auch ohne Anmeldung von jedem PC aus.

Man muss nicht mehr bis zur nächsten Bar. Wen’s intressiert: die “Dolomiten” liegt auch im Netz rum.

Kleines Beispiel gefällig : *.opf Datei und zugehörige Dolomiten Seite 1, 2, 3, … (Ausgabe vom 24.03.2010 Zeitstempel :20100324)

Um zu demonstrieren, wie weit das Archiv zurück reicht eine Ausgabe vom 24.03.2009 : *.opf Datei und zugehörige Dolomiten Seite 1, 2, 3, … (Ausgabe vom 24.03.2009 Zeitstempel :20090324)

Und zum Schluß noch ein kleines Schmankerl, nämlich die halbfertige Titelseite der Online-Dolomiten vom 4.September 09. Guckst du.

Zum Vergrößern einfach Rechtsklick auf die Seite -> vergrößern wählen. Alle in diesem Artikel verlinkten *.swf und *.opf Dateien liegen auf den Servern der Athesia AG und sind deren Eigentum. Die Inhalte sind lediglich verlinkt.

Nachtrag 03.04.10 : Auch sämtliche *.pdf Files liegen vollkommen ungeschützt auf den Servern brach. Und die Flash Crossdomain.xml hat ein sogenanntes “wildcard setting”. Dies macht den Server bzw. dessen Dienste offen zugänglich.

Nachtrag 08.03.2011 : Nach mehreren langweiligen Wochenenden hab’ ich ein kleines *.php Programm geschrieben, das die Dateien verlinkt und mit Hilfe des zoho viewers lesbar macht. Die Anwendung funktioniert in allen modernen Browsern (= nicht im IE). Testen kann man das Ganze unter www.pamstiddn.it/stollbug.

Nachtrag 14.07.2011 :Am 06.06.2011 wurde die Software (Flipviewer) auf den neusten Stand gebracht. Seitdem sind alle *.swf-Dateien zwar weiterhin abrufbar, aber mit dem sog. SAFER-Algorithmus verschlüsselt. Die *.pdf-Dateien sind nur mehr eine Woche lang verfügbar.

Kann nicht sein …

kannnichtseinwasnichtseindarf
Ein kritischer Blick auf die Art und Weise wie Medien/Nachrichten entstehen.
Ein Dokumentarfilm wie Medien im Hier und Jetzt funktionieren.
Ein Blick hinter die Kulissen von Stefan Eberle.

Downloadpflicht!

Saugen kann man den Film unentgeldlich hier. (720 MB , 1,5 Stunden) Das Teil ist im *.flv Format. Wenn ihr nicht gerade den VLC Player nutzt könnt ihr mit folgendem Codec Pack euren Windows Media Player auf trapp bringen.

Kann nicht sein, was nicht sein darf!? nennt sich der Internetauftritt von Stefan Eberle der zahlreiche weiterführende Informationen bereithält.

Das Traurige daran ist, dass es in Italien ja noch weitaus schlimmer um die Medien steht.

Im Abspann läuft ein nachdenkliches Stück von Reinhard Mey, das den Tenor des Filmes sehr gut auf den Punkt bringt : Sei wachsam! Los geht’s ab Minute 3.




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