Archive for the 'Artikel über Musik' Category

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Musiktheorie in freier Wildbahn (2)

Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen : das Teil gibt’s auf der Hompage der Band zum Download.

Ausschnitt aus: Dirty Soul – Dirty Soul Track Nr. 1 Dirty Soul : ab 1:23 min
Charakteristiken : Spiel mit Farben bzw. modalen Flächen, Modal Interchange
Analyse: Der Refrain des Stückes “Dirty Soul” wechselt in die parallele Dur – Tonart (D-Moll nach F-Dur). Es ist also ein Wechsel von Hell auf Dunkel. Dadurch, dass der Refrain mit der IV Stufe Lydisch beginnt wird dies zusätzlich hervorgehoben. Der Refrain verwendet ausschließlich maj – Akkorde und steht deshalb in der Farbe Lydisch-Ionisch (sehr hell). Was auch charakteristisch für diesen Teil ist. In Takt 4 und 8 wird wieder ein Modal Interchange aus Dorisch verwendet der aber ebenfalls Lydisch zu deuten ist.
Literatur : NJHL S. 45, 49, 183, 169
Kommt ebenfalls vor in/bei : bIIImaj : Cole Porter “Night and Day” , Wechsel Dunkel – Hell : Richard Rodgers – “My Favorite Things”

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Chris Costa : Dirty Soul Ausschnitt

Damit man dieses Spiel Mit den Farben Moll (dunkel) – Lydisch/Ionisch (hell) von dem diese Komposition u.a. gebrauch macht besser versteht hab ich die zwei Teile die ich transkribiert habe in einer MIDI zusammengestellt. Dort “wo die Sonne aufgeht” ist der Wechsel. Hört selbst.

Musiktheorie in freier Wildbahn (1)

Ein schönes Beispiel für Tritonussubstitution in D Moll und wie man damit den Zuhörer überraschen kann.

Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen : das Teil gibt’s auf der Hompage der Band zum Download.

Ausschnitt aus: Dirty Soul – Dirty Soul Track Nr. 1 Dirty Soul : ab 0:28 min
Charakteristiken : Tritonussubstitution, Modaler Vamp in D – Moll
Analyse: Modaler Vamp über ein D – Pedal. Tritonussubstitution der IV7 (G7) Stufe Moll in Takt nr. 3.
Literatur : NJHL S. 168, 126
Kommt ebenfalls vor in/bei : n.a.

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Kind of Camilla : Cover my Face Ausschnitt

Musiktheorie in freier Wildbahn (0)

Musik ist voll von Klischees bzw. immer wieder wird versucht diese Hörgewohnheiten zu brechen. Wer aktiv zuhört wird die selben Redewendungen und Kochrezepte immer wieder vorfinden vor allem in der Popularmusik.

Oft kommt mir zumindest der Gedanke: hey! das hab ich doch schon mal an anderer Stelle gehört oder ich stelle mir die Frage was machen/spielen die da ? Das Problem ist meist, dass das Gehör zwar diese Wendungen erkennt man meist aber außer stande ist das eben Gehörte auch zu bezeichnen, ihm einen Platz in der Speisekarte zuzuweisen.

Diese Reihe von Posts soll nicht zuletzt auch eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellen. Ich analysiere alles was mir gerade so unter den Fingern brennt. Dazu gebe ich auch immer einen Literaturverweis an, wo man entsprechendes Muster vertiefen und nachlesen kann und nach Möglichkeit auch noch andere Stücke bei denen dieses Muster vorkommt. Ich beziehe mich dabei auf Standardwerke wie Frank Sikora : “Neue Jazz – Harmonielehre” (NJHL) und Frank Haunschild : “Die neue Harmonielehre (Bd.1 und Bd.2)”. Ich mach das in erster Linie für mich selbst, aber vielleicht findet ja der eine oder andere Gefallen daran und/oder macht sogar mit.

Beginnen möchte ich mit einer südtiroler Band : Kind of Camilla.
Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen gibt’s den Song auf der MySpace Bandhomepage zum mithören.

Ausschnitt aus: Kind of Camilla – Cover My Face Track Nr. 5 Facing the truth : ab 3:07 min
Charakteristiken: Verminderte Akkord auf der #IV durch den ein Chromatischer Basslauf erzeugt wird (Takt zwei), Modal Interchange am Ende.
Analyse: Das Stück ist in großteils in Emaj geschrieben. In den Strophen kreist es um F#m und G#m (IIm-IIIm). Im Refrain erkennt man dann eindeutig das tonale Zentrum Emaj. Durch folgendendes Gospel/Soul – Klischee wird der ständig wiederholte Refrain aufgefrischt und interessanterweise wird der Einwurf mit Am7 aufgelöst. Beim geposteten Aussschnitt handelt es sich eigentlich um eine IV-V-I Verbindung.Topnote bleibt immer die selbe (e”). Der Modal Interchange am Ende des Auschnittes führt wieder zurück zur Root Emaj.
Literatur : NJHL S. 151, 187, 78
Kommt ebenfalls vor in/bei : Ray Charles – Giorgia on my mind (ohne MI als Auflösung), vielen Gospel Nummern

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Kind of Camilla : Cover my Face Ausschnitt

Online Jazz Workshop :: Woche 1

Allgemeine Musiklehre : Ein gewisses allgemeines Wissen um die Musiktheorie ist erforderlich um nachfolgende Blog-Einträge zu verstehen. Sollte Nachholbedarf in einem der Punkte bestehen empfehle ich eine Google-Recherche oder noch besser das Buch “Neue Jazz-Harmonielehre” von Frank Sikora (nachfolgend NJHL bezeichnet) :

Instrumental (Sax) : Zu Beginn eines jeden Jazz- Instrumentalstudiums steht wohl das pauken von Skalen und deren Anwendung bei Improvisationen im Vordergrund. Es geht im Wesentlichen darum die selbe Struktur von Intervallen ohne größere Denkpausen in alle 12 Tonarten transponieren zu können, um somit das Tonale Universum Schritt für Schritt zu kartographieren ;) . Das kann manchmal recht mühsam sein, doch da muß man einfach durch.

Begonnen hab ich mit den DUR – Tonarten (Ionische Skala) bis zur 9. Stufe hier am Beispiel von Eb – Dur gezeigt.


Diese Intervallfolge verschiebt man dann in alle weiteren 11 Möglichkeiten : C, Db, D, E, F, F#, G, Ab, A, Bb, B

Natürlich darf da der Akkord passend zur Skala nicht fehlen in unserem Fall ein Eb Δ7(9) :

Ich habe mit Absicht in obenstehenden Beispiel keinen Rhythmus gewählt. Dieser ist frei wählbar. Ich persönlich hab mir dafür 8 Grundmuster zurechtgelegt, die ich vor allem dazu benutze meine Technik zu verfeinern.

Nachdem man diese sicher beherrscht beginnt man damit zu spielen. Hier Liste ich nun ein paar Möglichkeiten, wie solche Variationen aussehen könnten :

  1. Tonleiter ↑ – Dreiklang ↓
  2. Tonleiter ↓ – Dreiklang ↑
  3. Tonleiter in Terzen (1,3,2,4,3,5, …)
  4. Tonleiter in Quarten (1,4,2,5,3,6, …)
  5. Tonleiter in Vierergruppen (1,2,3,4; 2,3,4,5; …)

Im Buch von Jamey Aebersold – Vol. 1 “How to play Jazz and Improvise” gibt es noch weitere Beispiele. Doch das Beste ist man benützt seinen Kopf und denkt sich welche aus. Dabei empfiehlt sich alle Beispiele nicht in absoluten Tonhöhen, sondern in Stufen zu denken.

Was heißt das ?? Nun, im Wesentlichen bestimmt man dabei die Intervalle in Bezug zum Grundton. Eine Durtonleiter würde in Stufen ausgedrückt folgendermaßen aussehen : 1,2,3,4,5,6,7,1.
eine harmonisch Moll – Tonleiter so : 1,2,b3,4,5,b6,7
und eine Lydische Skala so : 1,2,3,#4,5,6,7

# und b wird verwendet um aufzuzeigen, welche Stufen um einen Halbton erhöht bzw. erniedrigt wurden. Mit dieser Denkweise erleichtert man das Transponieren und man bekommt eine klarere Vorstellung welche Wirkung die gespielten Töne in Bezug auf den Grundakkord haben.

Online Jazz Workshop

Auf unserer Internetplattform pamstiddn.it starten wir ab heute allwöchentlich mit einem kleinen Jazz Workshop. Dahinter verbirgt sich kurz gesagt eine recht ausführliche Auflistung, das Konzentrat dessen, was ich in IBK gelehrt bekomme. Natürlich lass ich dabei auch eigne Vorstellungen mit einfließen. Wenn man so will eine Art Online-Mitlern-Tagebuch für Anfänger.

Ich werde übrigens nicht alle Einträge in dieser Kategorie auf der Haupseite veröffentlichen. Interessierte können das Kategorien – Menue rechts auf unserer Hompage verwenden und dort nachschlagen.

Beginnen möcht’ ich mit einer kleinen Liste intressanter Literatur und Software. Bei jedem der Titel handelt es sich um Standardwerke, über die man, wenn man sich mit der Materie beschäftigt früher oder später zwangsläufig stolpert.

Um Mißverständnisse vorzubeugen möchte ich betonen, dass es sich hierbei nicht um eine Einkaufsliste handelt. Will sagen : Mit diesen Büchern soll man arbeiten. Es macht keinen Sinn alle zu besitzen und sie danach als Staubfänger ins Regal zu stellen. Überlegt euch also gut, was ihr euch da anschafft.

Literatur :

Frank Sikora – Neue Jazz Harmonielehre

Frank Sikora Neue Jazz HarmonielehreVon Quintenzirkel, Kirchentonarten und Obertonreihe bis hin zu Improvisation und Komposition werden in diesem Buch alle grundlegenden Fragen, nicht nur zur Harmonielehre beantwortet. Vergesst den Diether de la Motte :) In einfacher Sprache wird hier erklärt was Sache ist und für nur 30 Euro erhält man 600 – Seiten Information und 2 Cd’s mit Tonbeispielen.
ISBN-13: 978-3795751241

The New Real Book Vol.1

The New Real BookVol.1 Bekannteste Ansammlung von Jazz-Standards. Mit über 50 Euro recht teuer, aber gute Freunde haben das Teil auf CD ;) ISBN-13: 978-0961470142

Joachim – Ernst Berendt – Das große Jazzbuch

Das große JazzbuchJazzgeschichte in Handlicher Form und für nur 13 Euro sehr günstig. Erscheint Dezember 2007 in einer neuen Auflage. Lasst euch nicht vom hier abgebildeten Cover irritieren, das Buch erscheint bei jeder Auflage in einem neuen Mantel. ISBN-13: 978-3596159642

Mir sind nur zwei online Anbieter bekannt, die all diese Bücher anbieten und zwar amazon.de und schagerl.at. Schagerl.at hat den Vorteil, dass man dort, im Gegensatz zu amazon.de auch ohne Kreditkarte bezahlen kann. Wer was für die einheimische Wirtschaft tun will, kann die meisten Titel auch bei Athesia, ProMusica oder Musik Walter erwerben.

Software :

Auralia und Earmaster

Zur Zeit gibt es zwei große Gehörtrainingsprogramme Eartraining – Programme auf dem Markt : Auralia von Sibelius und Earmaster. Beide Programme sind absolut ebenbürtig unterscheiden sich -sollte man den Drang verspüren diese käuflich zu erwerben- aber grundlegend im Preis. Demoversionen gibt’s auf den Herstellerseiten.

PG Music – Band in a Box

Die ideale Band für Übungszwecke : Ermüdet nie, widerspricht nicht, ist sehr geduldig und handzahm. Eignet sich zum Üben verschiedenster Standards und Akkordverbindungen. Das spielen in einer “realen” Band kann damit aber nicht ersetzt werden!

Transcribe!

Transcribe ist ein ausgereiftes Programm um selbst schwierigste Musikstücke zu transkribieren. Nachteil: Euer Ohr wird dabei nicht so sehr geschult, da das Programm jede menge Arbeit für euch übernimmt. Auch zum Üben geeignet, da man sehr schnelle Tempi verlangsamen kann, bei gleichbleibender Tonhöhe.




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