Schnell noch bevor die WM 2010 zu Ende geht und wir wieder mit Nebensächlichkeiten wie Griechenland, Weltwirtschaftskriese, Toponomastik, BP’s kleiner Ölpest und irgend einer Sau die gerade durch die Medien fegt beschäftigen müssen gibt’s nun das Fündstück der Woche. Direkt aus der WM Zentrale in Bayern.
Bayern meets Südafrika ! Endlich ! Die Plastiktröte mit dem meist zu tiefen Tinnitus-Bb präsentiert sich im Folgenden als kulturverbindendes Instrument. Nach der Einführung der Okarina in die echte Volksmusik durch Franz Koflerfolgt nun der Rückschritt ist die logische Konsequenz nun PLASTIK. Auf geats, Mandr ! Musi ! Oans – Zwoa !!
Nachtrag 08.07.10 : Der Vuvuzuela-Bläser rechts schummelt und verwendet wahrscheinlich ein Trompetenmundstück zur Tonerzeugung. Mit dem Plastikgerät allein sind solche Klänge nicht möglich
Ich wurde gestern in einer Theoriestunde in Innsbruck auf Georg Kreisler aufmerksam gemacht, den ich leider nicht kannte. Der Mann hat mir derart gut gefallen, dass ich nun hier eine kleine Auswahl seines Schaffens poste :
Einer meiner liebsten Blogs : http://ahoipolloi.blogger.de/. Ich hab die Seite ja schon öfters verlinkt, möchte die Gelegenheit aber dennoch Nutzen ein weiteres Mal darauf aufmerksam zu machen.
Unterschiedliche Gewichtung der Nachrichten von CNN und Al Jazeera am Beispiel vom 5. April. Gefunden auf bildblog.de.
Der 5. April ist deshalb so interessant, weil Wikileaks (Wikileaks auf Wikipedia) bereits seit langem angekündigt hatte an eben jenem Tag ein Video zu veröffentlichen das ein bezeichnendes Bild über den Einsatz der US-Streitkräfte im Irak zeichnen würde. Al Jazeera zeigt das Video. Bei CNN hat’s etwas länger gedauert. Alle größeren Nachrichtenagenturen berichten aber mittlerweile darüber.
Das Video zeigt ein Massaker der US-Streitkräfte vom 12. Juli 2007 an teils unbewaffneten (zumindest im Video nicht erkennbar) Zivilisten darunter zwei Reuters Journalisten. Dabei wird die Kamera eines Journalisten mit einer Waffe verwechselt (RPG = Panzerbüchse).
Was darauf folgt mag ein typisches Szenario für die Kriegsführung im 21. Jahrhundert sein. Aus der Vogelperspektive und aus großer Distanz wirkt es wie ein Computerspiel und auch jene die am Abzug sitzen tragen allerhand dazu bei, dass dieser Eindruck entsteht. Nur eben mit dem Unterschied das hier Menschen mit 30mm Geschossen abgeschlachtet werden. Zum Schluß fährt auch noch ein Panzer über eine der Leichen. Der zynische Kommentar der Soldaten tut während des Filmes sein Übriges:
36:49 Firing.
36:53 There it goes! Look at that bitch go!
36:56 Patoosh!
37:03 Ah, sweet.
37:07 Need a little more room.
37:09 Nice missile.
37:11 Does it look good?
37:12 Sweet!
Das Video gibt’s in zwei Varianten. Eine auf 17 Minuten gekürzte und die 38 minütige Orginalfassung.
Reuters versuchte eine Herausgabe des Videos aufgrund des In des “Freedom of Information Act” zu erreichen. Jedoch wurde der Antrag abgelehnt stadessen gab’s eine offizielle Stellungnahme in der man versuchte zu beschwichtigen desinformieren.
In den Kommentaren zu diesem Thema auf Blogs und in Foren dringt doch immer wieder der Unterton durch, dass die Journalisten sich des Risikos bewusst waren und eine sehr sterile Diskussion über den “Verhaltenscode” des Militärs und der eingesetzten Waffen beginnt anstatt den Kriegseinsatz generell in Frage zu stellen.
Hinter den Bergen – Eine Heimatkunde von Lois Hechenblaikner ist mehr als ein Bildband in dem Fotos von Skigebieten früher und heute gegenübergestellt werden. In düsteren Bildkompositionen, die wohl ein Alptraum für die Herren der SMG sein dürften bezieht Hechenblaikner provokativ und kritisch, aber auch humorvoll Stellung zum Massentourismus in den Alpen, speziell in Tirol.
Folgendes ist ein Auszug aus dem Buch. Die Bilder sind im Buch auf jeder Doppelseite gegenübergestellt. Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken. Ein genauer Blick lohnt sich sonst übersieht man gar den Schriftzug “Zucht bringt Frucht” in einem der Bilder
Weitere Schmankerln unter anderem von Hansi Hinterseher gibt’s in jeder Buchhandlung.
Momentan schlaf ich recht schlecht, bin meistens bis 4 Uhr morgens wach und komm nicht zur Ruhe. Das nervt, hat aber auch so seine Vorteile. So kommt man nämlich in den Genuß des Spätprogrammes der öffentlich rechtlichen. Und da werden allerhand flotte Konzerte vor allem was die Stilrichtung Jazz angeht übertragen.
Neulich bin ich bei meinen nächtlichen Versuchen vor’m Fernsehr einzuschlafen auf dem Kanal des SWR hängen geblieben. Dort lief gerade ein Konzert einer französischen Truppe die es sich zur Aufgabe gemacht hat fette elektro-Beats mit Dixie-Swing zu kombinieren. Die Leute gingen dabei ab wie Zäpfchen. Caravan Palace nennt sich die Truppe die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Und weils gerade passt noch eine Gruppe, auf die ich schon vor längerem aufmerksam gemacht wurde : Die Puppini Sisters mit ihrer Version von Beyonces Crazy in Love :
Ach ja, beinahe hätt ich’s vergessen auf ARTE lief um 01:50 Uhr eine interressante Doku über unseren Allerwertesten. Empfehlenswert. Google hilft, wenn man den Film verpasst hat.