Wikileaks.org

CNNvsAlJazeera

Unterschiedliche Gewichtung der Nachrichten von CNN und Al Jazeera am Beispiel vom 5. April. Gefunden auf bildblog.de.

Der 5. April ist deshalb so interessant, weil Wikileaks (Wikileaks auf Wikipedia) bereits seit langem angekündigt hatte an eben jenem Tag ein Video zu veröffentlichen das ein bezeichnendes Bild über den Einsatz der US-Streitkräfte im Irak zeichnen würde. Al Jazeera zeigt das Video. Bei CNN hat’s etwas länger gedauert. Alle größeren Nachrichtenagenturen berichten aber mittlerweile darüber.

Das Video zeigt ein Massaker der US-Streitkräfte vom 12. Juli 2007 an teils unbewaffneten (zumindest im Video nicht erkennbar) Zivilisten darunter zwei Reuters Journalisten. Dabei wird die Kamera eines Journalisten mit einer Waffe verwechselt (RPG = Panzerbüchse).

Was darauf folgt mag ein typisches Szenario für die Kriegsführung im 21. Jahrhundert sein. Aus der Vogelperspektive und aus großer Distanz wirkt es wie ein Computerspiel und auch jene die am Abzug sitzen tragen allerhand dazu bei, dass dieser Eindruck entsteht. Nur eben mit dem Unterschied das hier Menschen mit 30mm Geschossen abgeschlachtet werden. Zum Schluß fährt auch noch ein Panzer über eine der Leichen. Der zynische Kommentar der Soldaten tut während des Filmes sein Übriges:

36:49 Firing.
36:53 There it goes! Look at that bitch go!
36:56 Patoosh!
37:03 Ah, sweet.
37:07 Need a little more room.
37:09 Nice missile.
37:11 Does it look good?
37:12 Sweet!

Das Video gibt’s in zwei Varianten. Eine auf 17 Minuten gekürzte und die 38 minütige Orginalfassung.

Reuters versuchte eine Herausgabe des Videos aufgrund des In des “Freedom of Information Act” zu erreichen. Jedoch wurde der Antrag abgelehnt stadessen gab’s eine offizielle Stellungnahme in der man versuchte zu beschwichtigen desinformieren.

In den Kommentaren zu diesem Thema auf Blogs und in Foren dringt doch immer wieder der Unterton durch, dass die Journalisten sich des Risikos bewusst waren und eine sehr sterile Diskussion über den “Verhaltenscode” des Militärs und der eingesetzten Waffen beginnt anstatt den Kriegseinsatz generell in Frage zu stellen.

Weitere infos gibt’s auf http://www.collateralmurder.com/.
In nächster Zeit wird auf Wikileaks.org auch ein Teil des internen Email-Verkehrs der NPD mit rund 37.000 Emails veröffnetlicht.

Fundstück der Woche (36)

Hinter den Bergen – Eine Heimatkunde von Lois Hechenblaikner ist mehr als ein Bildband in dem Fotos von Skigebieten früher und heute gegenübergestellt werden. In düsteren Bildkompositionen, die wohl ein Alptraum für die Herren der SMG sein dürften bezieht Hechenblaikner provokativ und kritisch, aber auch humorvoll Stellung zum Massentourismus in den Alpen, speziell in Tirol.

Folgendes ist ein Auszug aus dem Buch. Die Bilder sind im Buch auf jeder Doppelseite gegenübergestellt. Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken. Ein genauer Blick lohnt sich sonst übersieht man gar den Schriftzug “Zucht bringt Frucht” in einem der Bilder ;)

Weitere Schmankerln unter anderem von Hansi Hinterseher gibt’s in jeder Buchhandlung.

Fundstück der Woche (34)

Bring back the 30′s …

Momentan schlaf ich recht schlecht, bin meistens bis 4 Uhr morgens wach und komm nicht zur Ruhe. Das nervt, hat aber auch so seine Vorteile. So kommt man nämlich in den Genuß des Spätprogrammes der öffentlich rechtlichen. Und da werden allerhand flotte Konzerte vor allem was die Stilrichtung Jazz angeht übertragen.

Neulich bin ich bei meinen nächtlichen Versuchen vor’m Fernsehr einzuschlafen auf dem Kanal des SWR hängen geblieben. Dort lief gerade ein Konzert einer französischen Truppe die es sich zur Aufgabe gemacht hat fette elektro-Beats mit Dixie-Swing zu kombinieren. Die Leute gingen dabei ab wie Zäpfchen. Caravan Palace nennt sich die Truppe die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Und weils gerade passt noch eine Gruppe, auf die ich schon vor längerem aufmerksam gemacht wurde : Die Puppini Sisters mit ihrer Version von Beyonces Crazy in Love :

Ach ja, beinahe hätt ich’s vergessen auf ARTE lief um 01:50 Uhr eine interressante Doku über unseren Allerwertesten. Empfehlenswert. Google hilft, wenn man den Film verpasst hat.

Fundstück der Woche (31)

Ja Mann !! Roland Gruber feat. “Der Kuh-geh-latte”. Eine Volksweise vom Ritten. Die Moderation übernimmt Franz Posch unter dessen Fittiche Roli den Volksmusiklehrgang am Konservatorium Innsbruck abgeschlossen hat. Die beiden Männer im Hintergrund sind auch keine Unbekannten : Werner Unterlecher Bassist beim Herbert Pixner Projekt und Markus Hochkofler.

Natürlich gibt’s das Teil auch als Download im *.flv Format [5MB]. Damit euer Windows Media Player das packt benötigt ihr diesen verlinkten Codec.

Fundstück der Woche (30)

Es ist schon eine Weile her. Ungefähr ein Monat muss wohl verstrichen sein. Damals bei unserem Gig im Rahmen des Val Badia Jazz Festivals saßen wir danach noch zusammen mit Chris Costa beim mittäglichen Schmaus und unterhielten uns über alles Mögliche. Unter anderem fiel da der Name Christian Zehnder. Den sollten wir uns unbedingt mal ansehen sagte Chris. Zehnder sei einer der führenden Oberton – Sänger weltweit und seine Musik mache süchtig.

Nun… heute war es so weit und ich hab auf meinem Handy den Eintrag wiedergefunden … und was soll ich sagen … unbeschreiblich. Das was ihr auf youtube hört ist seine Stimme, kein elekt. Effekt oder dergleichen … Obertongesang in Perfektion eben … Wahnsinn !!



Ein weiteres Projekt von Christian Zehnder ist Stimmhorn. Vor ein paar Jahren gastierte diese Formation übrigens beim Swing on Snow Festival auf der Seiser Alm. Leider war ich nicht dabei. Eine andere bekannte Schweizer Künstlerin aus dem selben Dunstkreis hatten wir auch schon mal in unserer Fundstück-Kategorie Erika Stucky. In der Schweiz gehts rund.

Fundstück der Woche (28)

winkler_bk_griesDiesen Mittwoch hatte ich zusammen mit Herrn Winkler die ehrenvolle Aufgabe unserer CD was das Mixen anbelangt den letzten Schliff zu geben. Die Sitzung dauerte von 9:00 Morgens bis spät in die Nacht.

Natürlich redet man in dieser Zeit über Allerhand … und irgendwie, zwischen der vierten und fünften Bottel Augustiner Edelstoff müssen wir dann wohl auf das Thema Blastbeat gekommen sein. Er müsse mir da was zeigen …

Er spielte mir einen Live Mitschnitt von der Bürgerkapelle Gries aus dem Jahre 2008 vor. “Purple Drums” nennt sich das Teil. Eine Komposition von Norbert Rabanser, der übrigens damals in Unterinn mit im Publikum saß. Die Schlagzeugimprovisationen in den Zwischenteilen sind dabei natürlich nicht ausgeschrieben.

Die ersten 4 Minuten musste ich schon leicht grinsen, denn Doublebass wird nicht alle Tage in einer Blaskapelle verwendet. Nur mehr Lachen und den Kopf schütteln -”des gibs net!”- war dann so um Minute 6 angesagt: DER BLASTBEAT !! … genial ;)

Die Datei gibt’s unter folgendem Link zum Download : BK Gries feat. Thomas Winkler – Purple Drums.mp3 [18MB] aufgenommen von Sound Ing. Angie.