Der Partytiger ist los !! Seit ein paar Tagen ist nun die Hompage Südtirols erfolgreichstem Alleinunterhalter online. Neben den Kontaktdaten, Tourplan gibt es auf www.saxmartl.it auch einen Videobereich in dem wir uns wiedergefunden haben. Folgendes Video zeigt uns mit Verena-Bobby wie wir Martl ein kleines Ständchen spielen. Die Komposition stammt von Roby.

Hammer Plakat, was die Snoops da von Gerold geschickt bekommen haben
Ausschnitt aus: Status Quo – Rocking All Over The World : ab 2:22 min
Charakteristiken : Verminderter Akkord auf #IV, Umkehrungen
Analyse: Der selbe Kaffee wie bei Kind of Camilla – Facing the Truth. #IV löst sich auf in I/5 gut erkennbar am chromatischen Bassverlauf. Ebenfalls ein chromatischer Basslauf entsteht durch die Umkehrung I/3 in Takt 3. Diese leitet somit schön zur IV Stufe hin.
Literatur : NJHL S. 78, 151
Kommt ebenfalls vor in/bei : Kind of Camilla – Facing the truth, Ray Charles – Giorgia on my mind
Status Quo spielen diesen Abschnitt im selben Song auch onne harmonische Schnörkel nämlich stur I – IV – V ohne Umkehrungen. Ich hab’ das ebenfalls transkribiert so, dass man hört welchen Unterschied mit wenigen “Tricks” erreichen kann. Ohren auf das selbe nochmal “ganz normal”.
Ausschnitt aus: Dream Theater – Awake Track Nr. 7 The Mirror : ab 0:00 min
Charakteristiken : ungerade Taktarten, Polyrhythmik
Analyse: Die Phrase der Gitarre bleibt immer die selbe nur das Drumset verschiebt diese zwei Mal. In Takt Nr. 3 wird ein 3/4tel Takt in 4 gleiche Abschnitte zerlegt. Dieser Takt ist also also Polyrhythmisch (3 gegen 4). Dadurch, dass dieser Takt genau 4x wiederholt wird wäre eine Notation im 4/4 takt ebenfalls möglich. Das wäre aber komplizierter zu lesen.
In Takt Nr. 5 wird die Verschiebung durch eine ungerade Taktart eingeleitet. Keyboard/Bass hab ich weggelassen ebenso wie die Double Base Geschichte damit man klar erkennt worum es in diesem Beispiel geht.
Literatur : ??? evtl. Wikipedia oder diese *.pdf mehr ist mir nicht bekannt
Kommt ebenfalls vor in/bei : Tool, Dream Theater , Porcupine Tree, Hiromi Uehara, Don Ellis, Mudvayne usw.
Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen : das Teil gibt’s auf der Hompage der Band zum Download.
Ausschnitt aus: Dirty Soul – Dirty Soul Track Nr. 1 Dirty Soul : ab 1:23 min
Charakteristiken : Spiel mit Farben bzw. modalen Flächen, Modal Interchange
Analyse: Der Refrain des Stückes “Dirty Soul” wechselt in die parallele Dur – Tonart (D-Moll nach F-Dur). Es ist also ein Wechsel von Hell auf Dunkel. Dadurch, dass der Refrain mit der IV Stufe Lydisch beginnt wird dies zusätzlich hervorgehoben. Der Refrain verwendet ausschließlich maj – Akkorde und steht deshalb in der Farbe Lydisch-Ionisch (sehr hell). Was auch charakteristisch für diesen Teil ist. In Takt 4 und 8 wird wieder ein Modal Interchange aus Dorisch verwendet der aber ebenfalls Lydisch zu deuten ist.
Literatur : NJHL S. 45, 49, 183, 169
Kommt ebenfalls vor in/bei : bIIImaj : Cole Porter “Night and Day” , Wechsel Dunkel – Hell : Richard Rodgers – “My Favorite Things”
Damit man dieses Spiel Mit den Farben Moll (dunkel) – Lydisch/Ionisch (hell) von dem diese Komposition u.a. gebrauch macht besser versteht hab ich die zwei Teile die ich transkribiert habe in einer MIDI zusammengestellt. Dort “wo die Sonne aufgeht” ist der Wechsel. Hört selbst.
Ein schönes Beispiel für Tritonussubstitution in D Moll und wie man damit den Zuhörer überraschen kann.
Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen : das Teil gibt’s auf der Hompage der Band zum Download.
Ausschnitt aus: Dirty Soul – Dirty Soul Track Nr. 1 Dirty Soul : ab 0:28 min
Charakteristiken : Tritonussubstitution, Modaler Vamp in D – Moll
Analyse: Modaler Vamp über ein D – Pedal. Tritonussubstitution der IV7 (G7) Stufe Moll in Takt nr. 3.
Literatur : NJHL S. 168, 126
Kommt ebenfalls vor in/bei : n.a.
Musik ist voll von Klischees bzw. immer wieder wird versucht diese Hörgewohnheiten zu brechen. Wer aktiv zuhört wird die selben Redewendungen und Kochrezepte immer wieder vorfinden vor allem in der Popularmusik.
Oft kommt mir zumindest der Gedanke: hey! das hab ich doch schon mal an anderer Stelle gehört oder ich stelle mir die Frage was machen/spielen die da ? Das Problem ist meist, dass das Gehör zwar diese Wendungen erkennt man meist aber außer stande ist das eben Gehörte auch zu bezeichnen, ihm einen Platz in der Speisekarte zuzuweisen.
Diese Reihe von Posts soll nicht zuletzt auch eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellen. Ich analysiere alles was mir gerade so unter den Fingern brennt. Dazu gebe ich auch immer einen Literaturverweis an, wo man entsprechendes Muster vertiefen und nachlesen kann und nach Möglichkeit auch noch andere Stücke bei denen dieses Muster vorkommt. Ich beziehe mich dabei auf Standardwerke wie Frank Sikora : “Neue Jazz – Harmonielehre” (NJHL) und Frank Haunschild : “Die neue Harmonielehre (Bd.1 und Bd.2)”. Ich mach das in erster Linie für mich selbst, aber vielleicht findet ja der eine oder andere Gefallen daran und/oder macht sogar mit.
Beginnen möchte ich mit einer südtiroler Band : Kind of Camilla.
Für alle, die die CD nicht besitzen und den Kochkurs in Echtzeit mitmachen möchen gibt’s den Song auf der MySpace Bandhomepage zum mithören.
Ausschnitt aus: Kind of Camilla – Cover My Face Track Nr. 5 Facing the truth : ab 3:07 min
Charakteristiken: Verminderte Akkord auf der #IV durch den ein Chromatischer Basslauf erzeugt wird (Takt zwei), Modal Interchange am Ende.
Analyse: Das Stück ist in großteils in Emaj geschrieben. In den Strophen kreist es um F#m und G#m (IIm-IIIm). Im Refrain erkennt man dann eindeutig das tonale Zentrum Emaj. Durch folgendendes Gospel/Soul – Klischee wird der ständig wiederholte Refrain aufgefrischt und interessanterweise wird der Einwurf mit Am7 aufgelöst. Beim geposteten Aussschnitt handelt es sich eigentlich um eine IV-V-I Verbindung.Topnote bleibt immer die selbe (e”). Der Modal Interchange am Ende des Auschnittes führt wieder zurück zur Root Emaj.
Literatur : NJHL S. 151, 187, 78
Kommt ebenfalls vor in/bei : Ray Charles – Giorgia on my mind (ohne MI als Auflösung), vielen Gospel Nummern













